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Die Zuchtstätte Caipirinha's (früher de la Maison du Garde-Barrière) liegt ungefähr 25 Kilometer östlich von Wien.

 

Die Tierliebe , aber ganz besonders die Liebe zu Hunden, wurde mir schon in die Wiege gelegt. Seit meiner frühesten Jugend waren immer schon Hunde - neben anderen kleinen Tieren - Teil der Familie - zunächst Mischlinge und dann der Deutsche Schäferhund. Mein Herz hing lange an dieser Rasse, und auch heute noch bewundere ich den einen oder anderen würdevollen Vertreter dieser Rasse, aber vor einigen Jahren entschied ich mich für eine andere Rasse, den BRIARD, und ich habe es niemals bereut!

Marko

 

Als dieses Haus im Juli 1989 gebaut wurde, kam ein 15 Monate alter Deutscher Schäferhund zu mir. Der Grundstein für die Hunde-Mania

wurde gelegt. Nachdem ich rund neun Jahre ohne Hunde war, wurde ich endlich wieder von einem vierbeinigen Freund besessen.

Marko & Sándor


Marko
war sehr anhänglich - fast "krankhaft": bis zur Zeit als er hierher kam hatte er vier verschiedene Besitzer gehabt - zu viel für so einen jungen Hund. Am Abrichteplatz konnte ich beobachten, dass Marko nicht ununterbrochen nach mir suchte, wenn andere Hunde um ihn waren, und so entschied ich mich: ein zweiter Hund musste her, also nichts wie los und auf die Suche machen. Damals schwebte mir ein Dobermann vor, aber bei einer internationalen Hundeausstellung in Wien stach mir eine Rasse ins Auge, die ich bis dato noch nicht gekannt hatte: der BRIARD. Züchteradressen im In- und Ausland wurden erfragt, Infomationen aus allerlei Ländern eingeholt und schlussendlich fiel die Entscheidung auf einen Zwinger in Österreich: von Anitzberg. Im Oktober 1990 fiel dann dort der S-Wurf und im Dezember kam der zweite Hund ins Haus, SÁNDOR von Anitzberg, ein Rüde.

 

Von Beginn an war Marko mit im Büro und so kam es natürlich, dass auch Sándor täglich mit der Schnellbahn und U-Bahn mitfuhr. Marko war - vielen mag das unglaublich vorkommen - ein Hund ohne jeden Fehler. So lernte Sándor nur Gutes von ihm, zu Hause wie auch in der Stadt.

Remo

 

Im Sommer 1991 musste ich meine Katze (eine British Blue), die ich seit sieben Jahren hatte, wegen eines undefinierbaren Virus einschläfern. Beide Hunde suchten sie überall, also fiel die Entscheidung, dass wieder eine Katze ins Haus kommt. Binnen drei Tagen ergab es sich, dass ich einen "Scheidungswaisen" fand, einen dreijährigen Perserkater, der mit einem Rottweiler und einer Schäferhündin gelebt hatte. Remo trat in unser Leben - es gab von Anfang an keine Probleme zwischen ihm und den Hunden.

Arwa Betkin dvor

 

Im Oktober 1992 wurde der erste Wurf nach Sándor geboren - er hatte in der Slowakei gedeckt. Aus dieser Paarung nahm ich mir eine Hündin, die im Dezember hierher zog. Das war ARWA Betkin dvor, schwarz wie ihr Vater. Da es unmöglich war, drei Hunde mit ins Büro zu nehmen, blieben Marko und Sándor nun zu Hause - ab mittags täglich betreut von meinen Eltern - und Arwa fuhr mit ins Büro. Sie war derartig lustig und ungestüm in der Schnellbahn, dass kurzerhand auf das Auto umdisponiert und nur das letzte Stück in die Stadt mit der U-Bahn gefahren wurde. Auch Arwa wurde schnell ein verkehrssicherer Hund.

Arwa Zevar CS

 

Im August 1993 ergab es sich, dass die Züchterin von Arwa sich entschied, sich von deren Mutter -  Arwa Zevar CS; - zu trennen; sie wollte die viereinhalbjährige Hündin einschläfern lassen, weil sie nicht den erwarteten und gewünschten Erfolg mit der Briard-Zucht hatte. Ich überlegte nicht lange: Arwa Z war willkommen hier im Rudel. Es dürfte ihr in der Slowakei nicht sehr gut gegangen sein, denn sie stieg sofort in das geöffnete Auto und drehte sich nicht mehr um als wir wegfuhren. Hier angekommen war sie sofort im Rudel integriert. Als ihren besten Freund wählte sie aber nicht einen der Briards, sondern "Marko". Diese Freundschaft hielt bis zu Marko's frühzeitigem Tod - und bis zum Schluss hatte Arwa Z's Sterne in den Augen, wenn sie einen Deutschen Schäferhund sah.

 

Von nun an blieb auch Arwa B zu Hause. Um Raufereien zu vermeiden, während keiner zu Hause war, wurden die Hunde getrennt: Marko und Arwa Z teilten sich das Erdgeschoss, Sándor und seine Tochter Arwa B das Obergeschoss. Ab mittags war dann Spazierengehen und Spielen mit meinen Eltern angesagt.

Arwa Z, Marko, Sándor & Arwa B

 

von links nach rechts:

Arwa Z, Marko, Sándor & Arwa B

Wels

 

Ende 1993 entschloß ich mich, ein wenig in die Aquaristik hineinzuschnuppern. Schnell war entsprechende Lektüre gekauft und dann fiel auch rasch die Entscheidung, ein Aquarium zu kaufen. Ich hatte Glück mit den Fischen: das Aquarium war gut "eingefahren" und es gab nahezu keine Todesfälle. Das einzige, was sich geändert hatte, ist das Becken selbst: es ist um einiges grösser geworden.

Diskus

 

2008 entschieden wir uns, mit diesem Hobby aufzuhören und keine Fische mehr nachzukaufen. Nachdem der letzte Fisch 2010 gestorben war, entfernten wir das Aquarium. Es war eine schöne Zeit, etwas sehr schönes anzusehen und sehr entspannend, aber viel zu viel Arbeit.

Aristide

 

Im Januar 1994 fiel dann der erste Wurf dieser Hobbyzuchtstätte (de la Maison du Garde-Barrière): 5/2 Welpen von Sándor und Arwa Z (1/1 fauve und 4/1 schwarz) wurden aufgezogen. Mutter und Tochter Arwa teilten sich die Erziehung, sobald die Welpen zu laufen begannen. Für Arwa B war das die reine Wonne. Ein Rüde aus diesem Wurf gehörte bis zum Frühjahr 1996 diesem Rudel an: Aristide.

Gunki

 

Was bei mir schon immer im Haushalt war, waren diverse Vögel, angefangen von Sittichen, Zebrafinden über Unzertrennliche bis zu einem Lori und einer Weisstirnamazone. Mein grösster Wunsch aber war immer ein Graupapagei gewesen, wenn geht handaufgezogen, aber zumindest zahm. Im Mai 1994 ergab es sich, dass ich von einem rund viereinhalbjährigen Timneh Graupapagei erfuhr, der in einer Tierhandlung von seinem Besitzer zurückgegeben worden war, da dieser ins Pensionistenheim musste. Nichts wie hin und den Vogel anschauen: er war zutraulich und pfiff sogar. Ob er sprechen konnte, wusste ich nicht, aber die Entscheidung fiel auch ohne diese Gewissheit: Otto, den wir Gunki nannten, trat in mein Leben. Nach einer kurzen Eingewöhnungszeit stellte ich schnell fest, dass Gunki einen relativ grossen Wortschatz hatte. Er war und ist sehr gelehrig und lernte noch neue Worte und Sätze.

Gunki

 

Gunki war nicht wirklich handzahm, aber er flog - selbstverständlich beaufsichtigt - frei herum und setzte sich dann auch hie und da auf eine Schulter. So lange er im Käfig war, konnte man ihn auch streicheln und kraulen, sobald er aber "frei" warm ging das nicht mehr - da hackt er dann gerne. Er muss wohl in dieser Beziehung eine schlechte Erfahrung gemacht haben, aber wir konnten sehr gut mit dieser Tatsache leben. Musste er mal zum Tierarzt, dann fand sich ein Weg, um ihn einzufangen. Gunki hat nie irgendwelche Anzeichen von Krankheiten gezeigt. Umso unerwarteter war sein Tod durch Herzversagen am 6. Juli 2002.

 

Es gab nie Probleme im Zusammenleben mit den Hunden, der Katze und den Papageien. Alle akzeptieren den Bereich des anderen, keiner probierte ein anderes Mitglied der haarigen oder gefiederten Familie zu jagen oder dergleichen.

Marko

 

Schon lange überlegte ich, eine Hündin aus Frankreich zu importieren. Da es Marko aber aufgrund seiner HD immer schlechter ging, wollte ich ihm die "Belastung" eines Welpen nicht aufbürden. Leider verschlechterte sich Marko's Zustand rapide und so musste die Entscheidung fallen, ihn von seinen Schmerzen zu erlösen. Ich halte nicht viel von schmerzlindernden Mitteln über lange Zeit hindurch - das ist keine Dauerlösung. Meiner Meinung nach soll ein Tier in Würde sterben, und deshalb fiel die Entscheidung, Marko zu seiner letzten "Reise" zu führen als er noch halbwegs auf seinen vier Beinen gehen konnte. Es war nicht leicht und das besonders Schlimme daran war, dass ich schon einige Zeit vorher festlegen musste, wann der Tag des Abschieds kommt, denn Marko sollte zu Hause, in aller Ruhe, in seiner gewohnten Umgebung, erlöst werden. Meine Tierärztin für solche Angelegenheiten hat selbst Windhunde und ist sowohl ausstellungsaktiv als auch bei Rennen. So musste ein Wochenende gefunden werden, wo sie Zeit hat: Tag X war der 15. September 1995.

 

Ich möchte nie wieder so eine Zeit durchleben - es ist die Hölle, wenn zuerst die Wochen, dann die Tage und schliesslich die Stunden gezählt werden. Trotzdem war es die richtige Entscheidung: Aufgrund einer Hüftoperation im Alter von rund 18 Monaten war Marko immer sehr gestresst beim Tierarzt und genau diesen Stress wollte ich ihm ersparen. Nie im Leben war Marko bei einer Spritze so ruhig und ausgeglichen, und seit Monaten hatte er zum ersten Mal wieder klare Augen, ohne jedes Anzeichen von Schmerz - als wüßte er, daß er nun erlöst wurde. Marko lag in meinen Armen als er seine Reise über die Regenbogenbrücke antrat. Das war der Moment, wo ich mir wünschte, dass ich von all meinen Tiere in dieser Ruhe Abschied nehmen kann, wenn die Zeit gekommen ist.

Auch diejenigen, die  Marko nicht persönlich kannten, sehen an diesem Bild, dass die Schmerzen nicht mehr leicht zu ertragen waren.

Aristide, Arwa Z, Marko, Sándor & Arwa B

 

15. September 1995:

Das letzte Photo vom Rudelführer mit seiner Briardfamilie
(von links nach rechts) Aristide, Arwa Z, "Boss" Marko, Arwa BSándor